Eisenbahn ans Ende der Welt…

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Mit der Eisenbahn ans Ende der Welt…

Eisenbahn Zug Sri Lanka In Colombo, der pulsierenden Millionenstadt, starten wir unsere Reise auf dem Eisenbahnnetz des letzten Jahrhunderts in die alte Königsstadt Kandy. In der wichtigsten Sehenswürdigkeit Kandys, dem Zahntempel, erleben wir die Verehrung Buddhas hautnah. Mit der Eisenbahn geht’s weiter nach Nuwara Eliya, vorbei an wunderbar angelegten Teegärten. In dieser, auf 1890 m hoch gelegenen Stadt erfahren wir vieles über die Kolonialzeit durch die Engländer, die mit ihrem Tee-Anbau das heutige Landschaftsbild schufen. Von Nuwara Eliya geht es mit dem Jeep ans „Ende der Welt“, in ein Naturparadies von seltener Schönheit, das auch zum Wandern einlädt. Zurück in Nuwara Eliya fahren wir mit der Bahn bis zu deren Endstation Badulla. Diese Teilstrecke zählt zu den schönsten Bahnstrecken der Welt. Im Yale Nationalpark erleben wir Grosswild, Elefantenherden und Leoparden. Auf Wunsch können wir im Zelt übernachten, um die Natur noch näher zu erleben. Die Rückfahrt führt uns nach Galle, einst von den Holländern angelegt, welches inzwischen in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Einen runden Abschluss erhält diese abwechslungsreiche Reise mit der Fahrt entlang der Südwestküste nach Bentota.


Reiseprogramm:

Tag 1: Ankunft in Colombo (Autotransfer)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHerzlich Willkommen in Colombo, der inoffiziellen Hauptstadt Sri Lankas! Empfang durch ein Mitglied unseres Teams und Transfer in ein Hotel in der Stadt.

 


Tag 2: Colombo – Kandy (Bahn, Auto)

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem Frühstück verlassen wir Colombo mit dem Zug, um landeinwärts nach Kandy, der seinerzeit letzten singhalesischen Hauptstadt und dem einstigen Sitz des letzten singhalesischen Königs, zu gelangen. Heute ist die Universitätsstadt das geistige und religiöse Zentrum, wo Buddhisten, Hindus, Moors und Christen nah beieinander leben. In Kandy angekommen fahren wir zu unserem Hotel und freuen uns bereits auf den Besuch im Botanischen Garten in Peradeniya am Nachmittag. Im Royal Botanical Garden von Peradeniya finden sich mehr als 4000 Arten von Pflanzen, darunter Orchideen, Gewürz- und Heilpflanzen sowie Palmen. Der Park liegt 460 m über Meereshöhe und wird von über 200 Regentagen im Jahr gespeist. Seine ersten „Wurzeln“ entstanden bereits in der Zeit, als König Wickramabahu III 1371 den Thron bestieg und Gericht hielt in Peradeniya, nahe des Mahaweli Flusses.


Tag 3: Kandy – Aufenthalt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute lernen wir den Zahntempel kennen, der eine Zahnreliquie Buddhas enthält. Sri Dalada Maligawa oder der Tempel des Heiligen Zahns ist ein buddhistischer Tempel, malerisch am Kiri Muhuda See, in der Gebäudeanlage des Königlichen Palastes, gelegen.

Die Zahnreliquie spielte bereits in vergangener Zeit eine grosse Rolle, da man davon ausging, dass, wer sie besass, auch die Regierungsgewalt innehatte. So war Kandy die letzte Hauptstadt der Könige Sri Lankas. Der Zahntempel ist ein UNESCO-Weltkulturerbe.


Tag 4: Kandy – Nuwara Eliya (Bahn, Auto)

reisen-sri-lanka_13634_DSC05291Heute verlassen wir Kandy. Unsere nächste Zugetappe führt uns vom uns bereits bekannten Peradeniya durch die Central Province nach Nanu oya. Hier angekommen setzen wir unsere Fahrt nach Nuwara Eliya mit dem Auto fort. Der Name „Stadt über den Wolken“ deutet es an: Nuwara Eliya ist die höchstgelegene Stadt Sri Lankas. Sie liegt inmitten des Uva-Berglandes, umrahmt von den drei höchsten Gipfeln des Landes. Das Stadtbild kommt recht britisch daher. Häuser mit gepflegten Gartenanlagen, Parks mit weitläufigen Rasenflächen, Golfplätze. Hier siedelten sich einst die Teeplantagenbesitzer an. Am Nachmittag besuchen wir eine der in die herrliche Berglandschaft eingebettete Teeplantage sowie eine Fabrik, die Tee verarbeitet.


Tag 5: Nuwara Eliya – Trekking in den Horton Plains (Auto, Trekking)

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas mit Gräsern, Baumfarnen und Rhododendrenbüschen bewachsene Hochland der Horton Plains oder auch Maha Eliya liegt auf ca. 2‘150 m ü.d.M. und ist das höchstgelegene in Sri Lanka. Seit 1969 sind die Horton Plains Naturschutzgebiet, seit 1988 Nationalpark, sollen hier doch die letzten Reste des tropischen Bergnebelwaldes geschützt werden. Ebenso die endemische Fauna mit ihren Vogelarten wie Ceylon Pfeifdrossel oder dem Lafayette Huhn, dem Nationalvogel Sri Lankas, den scheuen, rund 40 Leoparden, den vielen Sambarhirschen sowie dem Roten Schlanklori, der bereits als ausgestorben galt. Nicht verwunderlich also, dass die Horton Plains im Juli 2010 in die Liste der Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. In dieser einzigartigen Naturlandschaft, in deren Gebiet auch drei der grössten Flüsse Sri Lankas entspringen, geniessen wir ein Trekking. Beeindruckend das Panorama das sich vom Aussichtspunkt Big World’s End, dessen Felswand ca. 1000 m steil in die Tiefe abfällt bietet!


Tag 6: Nuwara Eliya – Tissamaharama (Auto)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUm ein weiteres faszinierendes Naturerlebnis unserer Reise geniessen zu können, reisen wir heute an die Südostküste Sri Lankas, nach Tissamaharama. Die Stadt spielte einst als Hauptstadt des einstigen Königreichs Ruhuna eine wichtige Rolle. Ein grosses, von zahlreichen Ruinen bestandenes Gebiet zeugt davon. Für Naturbegeisterte ist Tissamaharama heute vor allem auch Ausgangspunkt für den Besuch im nahen Yala- oder auch Ruhuna-Nationalpark, interessant.


Tag 7: Tissamaharama – Safari im Yala Nationalpark – Galle (Auto)

Der im Jahre 1900 gegründete Yala Nationalpark ist der zweitgrösste und wohl auch meistbesuchte Sri Lankas. Er hat eine Fläche von ca. 1‘300 km2 und ist in einen westlichen und einen östlichen Teil gegliedert, der nur mit einer besonderen Erlaubnis besucht werden kann. Der Yala Nationalpark ist ein Refugium für zahlreiche Tierarten. Die spärliche, einer Savanne ähnlichen Vegetation aus niedrigen Büschen, wenigen Bäumen und einigen flachen, von Mangroven gesäumten Seen, bietet ideale Lebensräume für einheimische Vögel, wie Flamingos und Pfauen sowie durchziehende Vogelarten aus Indien und Westasien, die hier überwintern. Es finden sich, neben Krokodilen und Schildkröten, auch Säugetiere wie die wilden Sri Lanka Elefanten, Sambur- und Axishirsche, Büffel, Schakale, Leoparden und vielleicht auch Lippenbären. Hier heisst es „Augen aufhalten!“.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEntlang der Südküste nach Westen fahrend erreichen wir später die Stadt Galle, deren fast unzerstörte Altstadt aus der Zeit der holländischen Besatzung Sri Lankas im 17. Jh. ihr den Eintrag in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe brachte.

Gegründet wurde Galle bereits 1588 von den Portugiesen. Nach den Holländern kamen die Briten, die die Stadt 1798 kampflos übernahmen.
Da Galle über einen natürlichen Hafen verfügt, spielte sie zu jeder Zeit eine wichtige strategische Rolle. Die alte Hafenstadt mit ihrem mächtigen Fort, entwickelte sich in jüngerer Zeit zu einer Industriestadt, in der die Zementproduktion und der Fischfang bestimmend sind. In der Umgebung finden sich einige Tee-, Kautschuk- und Kokospalmen-Plantagen. Galle gilt als Zentrum des Kunsthandwerks. Bekannt sind vor allem die von hier stammenden, filigranen Klöppelarbeiten.


Tag 8: Galle – Bentota (Bahn, Auto)

reisen-sri-lanka_16904_DSC05871Mit einer Bahnfahrt von Galle entlang der südlichen Westküste von Sri Lanka nach Bentota endet unsere abwechslungsreiche Rundreise. Von hier aus reisen wir mit dem Auto ein paar Kilometer landeinwärts in die ruhige und entspannende Atmosphäre der Oriole Villa.


Übrigens: Sie finden interessante Infos zu den Eisenbahnen in Sri Lanka auf der Webpräsenz der staatlichen Eisenbahn von Sri Lanka.


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