Kultur, Natur und Geschichte

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Kultur, Natur und Geschichte – Sri Lanka

Sich langsam vom stressigen Alltag entfernen, ankommen, mit der Natur in Einklang sein und Altes neu erleben – das ist das Motto dieser Reise. Von Negombo führt uns die Reise an der wenig befahrenen Westküste entlang, vorbei an Reisefeldern und Palmenhainen. Eine Kanalfahrt lässt uns eintauchen in eine andere Welt. Im Wilpattu-Nationalpark, der Heimat vieler Leoparden und zahlreicher Wasservögel, erleben wir Natur pur. In der ersten Königsstadt des Landes, Anuradhapura, die 993 geplündert und gebrandschatzt wurde, finden wir heute viele Zeugnisse einer Hochkultur, die mehr als 1000 Jahre von Urwald überwuchert waren. Das Ruinengelände ist nicht weniger als 20 km2 gross. Weiter geht es entlang der Ostküste, über Trincomalee, dem grössten Naturhafen Asiens. In Nilaveli geniessen wir für zwei Tage den Sandstrand und das azurfarbene Meer, bevor wir eine andere alte Königsstadt besuchen, Polonnaruwa. Ein besonderer Höhepunkt hier: der Felsschrein mit 4 Buddhastatuen, Steinmetzkunst höchster Klasse. Der Felsen von Sigiriya mit seinen berühmten Wolkenmädchen, ist schon von weitem sichtbar und es lohnt sich, zum Gipfelplateau hinaufzusteigen, um die Aussicht auf die ganze Palastanlage zu geniessen. Auf der Weiterfahrt machen wir Halt in Dambulla, den Höhlentempeln mit den sehr gut erhaltenen Wandmalereien. Diese Höhlen dienten wahrscheinlich schon vor 2000 Jahren den Mönchen als Unterkunft.

Reiseroute:

Tag 1: Ankunft in Colombo – Negombo
Nach Ankunft auf dem internationalen Flughafen von Colombo, Empfang durch ein Mitglied unseres Teams. Herzlich Willkommen in Sri Lanka! Wir fahren nun, entlang einer von zahllosen Inseln und Inselchen besetzen Lagune mit weiten, schönen Buchten, in die nördlich von Colombo gelegene Hafen- und Handelsstadt Negombo. Der, aufgrund seiner Lage beliebte Badeort Negombo wurde einst von arabischen Händlern gegründet. Im 16. Jh. betrieben die Portugiesen hier ihren Handel mit Zimt. Im 17. Jh. wurde Negombo von den Holländern übernommen, die einen Kanal bauten, der Colombo mit Chilaw und Puttalam verbindet. Auf einem Teilstück dieses Kanals können wir am Nachmittag eine Bootsfahrt unternehmen und dabei unsere Umgebung aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.

Tag 2: Negombo – Anuradhapura
Unsere erste Etappe führt uns heute entlang der Westküste Sri Lankas, über den geschäftigen Fischerort Chilaw, nach Puttalam. Die Stadt liegt an der gleichnamigen Lagune, die über die weit nach Norden ausgedehnte Dutch Bay ins offene Meer mündet. Eine wichtige Wirtschaftsgrundlage Puttalams stellt die Fischerei sowie die Meersalzgewinnung dar. Puttalam ist ein wichtiges Pilgerziel für Christen in Sri Lanka. Wir besuchen nun den nahegelegenen Wilpattu-Nationalpark, mit einer Fläche von 1317 km2, der grösste Sri Lankas. Das besondere seiner Landschaft sind die sogenannten „Villus“, grosse Wasserpfannen gespeist von Regenwasser, die, wenn kein Niederschlag fällt vollkommen austrocknen. Diese Villus füllen sich während der Monsunzeit mit Wasser und stehen dann als Wasserlöcher für die Tiere des Parks zur Verfügung. Im Wilpattu-Nationalpark finden wir nicht nur die, von der Anzahl her, grösste Population an Leoparden vor, sondern auch andere Tiere wie Affen, Bären und Elefanten.
Nach dem Besuch im Nationalpark setzen wir unsere Fahrt in das trockenste Gebiet Sri Lankas fort, um die Stadt Anuradhapura, mit ihrem spektakulären Ruinenfeld zu erreichen.

Tag 3: Anuradhapura – Nilaweli
Wir gehen auf die Reise durch die Geschichte… Anuradhapura war die erste Hauptstadt von Sri Lanka und dreizehn Jahrhunderte lang Residenzstadt. Hier entstanden die ersten Heiligtümer des Buddhismus und von hier aus regierten unzählige Könige ihr Reich. Ein weitläufiges Ruinenfeld, das ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde und von der bewegten Geschichte Anuradhapuras zeugt, können wir hier bestaunen.
Am Nachmittag führt uns die Reise dann aus der trockenen Region des nördlichen Inlands an den goldgelben, ruhigen und sauberen Nilaweli beach. Dieser weite Ostküstenabschnitt am Indischen Ozean eignet sich hervorragend für Strandurlaub, ob zum Relaxen oder für Aktivitäten wie Surfen oder Tauchen im farbenprächtigen Korallenriff. Hier lassen wir „die Seele baumeln“…

Tag 4: Nilaweli/Trincomalee – Aufenthalt
Während unseres heutigen Aufenthaltstages ist Gelegenheit zu einer Entdeckungstour in Nilaweli und dem, auf einer Halbinsel gelegenen Trincomalee. Hier mündet der, mit einem Lauf von 332 km längste Fluss von Sri Lanka, der Mahaweli Ganga, in den Indischen Ozean.

Tag 5: Nilaweli – Polonnaruwa – Sigiriya
Wieder geht es landeinwärts und wir kommen nach Polonnaruwa, die zweite der einst glanzvollen Hauptstädte des singhalesischen Reiches. Der mächtige und erfolgreiche König Parakrama Bahu I. prägte im 12. Jh. mit dem Bau von prachtvollen Bauten ihr Aussehen. Lange lagen ihre Ruinen unentdeckt im tiefen Dschungel, bevor man in den 1930er Jahren mit den Ausgrabungen begann. 1982 wurde das Ruinenareal von Polonnaruwa zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Hier entdecken wir Reste der alten Stadtmauer, Palastruinen, Duzende von Statuen, Tempeln und anderen religiösen Bauten. Unser Forschergeist erwacht und ist nicht minder begeistert nach unserer Ankunft in Sigiriya, dessen Felsenfestung wir morgen kennen lernen werden.

Tag 6: Sigiriya – Aufenthalt
Wie ein mächtiges Tier erhebt sich der riesige Felsen von Sigiriya 200 m hoch aus der von Wäldern, Seen und luxuriösen Gartenanlagen geprägten Ebene. Auf seinem Gipfelplateau liegt die heute verfallene Felsenfestung mit der Anlage des Königspalastes. In einer Galerie an der Seite des Felsens aus Gneis betören uns die Darstellungen der sogenannten „Wolkenmädchen von Sigiriya“, die wohl berühmtesten Wandgemälde von Sri Lanka. Natürlich UNESCO-Weltkulturerbe!

Tag 7: Sigiriya – Dambulla – Bentota
Bevor wir heute vom zentralen Sri Lanka zurück an die Westküste reisen, gehen wir noch einmal in die Tiefe… Dambulla mit seinen fünf Felsenhöhlen liegt auf unserem Weg. Wie die Ameisen klettern wir zuerst auf den freistehenden Felsrücken, auf dem das Kloster Dambulla liegt. Von hier oben bietet sich uns ein herrlicher Ausblick auf die üppig grüne Ebene sowie die Heiligtümer, die ältesten in Sri Lanka. Die hier angelegten Höhlentempel sind ausgeschmückt mit Buddha-Darstellungen, Statuen anderer Heiliger und unzähligen Kostbarkeiten. Unfassbar schön!

Nach so vielen kulturellen Eindrücken geniessen wir die Fahrt durch die abwechslungsreiche Naturkulisse der Insel Sri Lanka und erreichen schliesslich Bentota an der Westküste. Nur wenige Kilometer landeinwärts liegt die Oriole Villa.

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